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1806
Johann Georg Niederegger, Konditor, geboren 1777 in Ulm, übernimmt in Lübeck die Konditorei Maret auf eigene Rechnung.
1822
Johann Georg Niederegger erwirbt das Stammhaus in der Breiten Straße gegenüber der Rathaustreppe. Er ist erfolgreicher als seine übrigen Konditoren-Kollegen und wird Mitglied der Kaufmannschaft zu Lübeck.
1832
wird Niederegger als Federführender unter Lübecks Konditoren genannt.
1856
kann Johann Georg Niederegger noch glanzvoll das 50-jährige Geschäftsjubiläum feiern. Ein halbes Jahr später stirbt der tatkräftige Firmengründer; die Nachfolge tritt sein Schwiegersohn Karl Georg Barth (1804 – 1884) an. Zu dieser Zeit beliefert das Haus Niederegger bereits den russischen Zarenhof – jede Exportkiste trägt die Initialen des Firmengründers: J.G.N.
1864
führt Wilhelm Köpff (1838 – 1895) die Firma. Auch er stammt aus Ulm. Er fördert den Absatz durch maschinelle Marzipanfertigungsmethoden und durch Reisen.
1871
wird das Haus in der Breiten Straße umgebaut. Neun Jahre später kommt das Nebenhaus in der Hüxstraße durch Ankauf zu Niederegger, die Konditorei mit Café und Lesezimmer entsteht.
1873
Lübecker Marzipan von Niederegger wird auf der Wiener Weltausstellung prämiert.
1895
Köpff-Sohn Johann Georg Leonard (1865 – 1931) leitet die Firma. Er gibt dem Café die heutige Größe, indem er auch die 1. Etage des Stammhauses ausbauen lässt. Niederegger Marzipan sammelt Preise und Medaillen für seine herausragende Qualität.
1908
wird Niederegger Hoflieferant des deutschen Kaisers.
1927
Carl Arthur Strait (1884 – 1960), der dänische Schwiegersohn, leitet Niederegger. Prof. Mahlau gestaltet das bis heute gültige „Corporate Design“: Markenzeichen und Lübeck-Symbole in Weiß, Rot und Gold.
1930
wird in der Ziethenstraße eine moderne Marzipanfabrik gebaut. Immer stärker erleichtern dort Maschinen die Rohmassenanfertigung und Ausformung.
1942
wird das Café durch Bomben zerstört; das Firmenarchiv wird ein Raub der Flammen.